Gepostet am Mai 18th 2015 in Blog & SEO mit 0 Kommentare /

Fast täglich werden neue Begriffe in die Landschaft der Suchmaschinenoptimierung (SEO) gesetzt. Man kann schon beinahe sagen: wir haben blühende Landschaften – blühende Landschaften, weil überall neue Blumen, nennen wir sie Buzzwords, aus dem Boden sprießen.

Sicherlich muss in der heutigen Zeit sehr differenziert mit dem Thema „Suchmaschinenoptimierung (SEO)“, „Content Marketing“, „Suchmaschinenmarketing (SEM)“ und Co. umgegangen werden: Die vielfältigsten Kanäle können und sollen bespielt werden, Kunden wünschen immer Seite 1, Platz 1 bei einem bekannten Suchmaschinengiganten, es gibt in unregelmäßigen Abständen Aktualisierungen der Algorithmen, neue Werbeformen werden etabliert, mobil soll es sein … die Zeiten ändern sich verdammt schnell.

Soweit, so gut. Doch verunsichert dieses Buzzwording nicht das Wichtigste von uns? Den Kunden. SEO oder Content Marketing (soll jetzt auch wieder tot sein) ist für uns einfach ein Qualitätsmerkmal. Ein Qualitätsmerkmal, das bei jedem Internetprojekt, bei jeder Internetseite anzuwenden ist. Immer. Zugegeben, nicht immer leicht dem Kunden zu erklären, doch dieses Buzzwording macht es sicherlich nicht einfacher und schafft langfristig kein Vertrauen.

Bevor weitere Buzzwords in die Welt gesetzt werden, sollten wir uns eher darauf verständigen, Abläufe, Grundsätze und Methoden zu definieren.

  • die Schaffung von Grundlagen, in technischer, gestalterischer und textlicher Hinsicht,
  • eine nachvollziehbare Wahl der geeigneten (Analyse-)Werkzeuge inkl. einer Schulung,
  • eine professionelle, werkzeug-gestützte (oder protokolierbare) Optimierung,
  • sinnvolle Ergänzungen im Sinne weiterführende „Nice-to-Haves“,
  • das alles verbunden mit vertrauensvoller, transparenter und verständlicher Zusammenarbeit.

Schließlich beraten wir Unternehmen und Organisationen. Eine Tätigkeit, die, auch im großen Feld der Suchmaschinenoptimierung (SEO) betriebswirtschaftliches Handeln und Wissen erfordert.

In der klassischen Betriebswirtschaftslehre gibt es nämlich auch so etwas wie Grundsätze, „Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung“ (GoB), kodifiziert im HGB. Darin steht in § 238 Abs. 1 Satz 1 HGB „ … Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. …“. Was bedeutet das für die Suchmaschinenoptimierung und deren Grundsätze?

 

Rahmengrundsätze GoB Kurzerklärung Ableitung GoSeo
Richtigkeit Nachprüfbarkeit Schaffung von transparenten Standards, die es dem Kunden ermöglichen sämtliche Schritte nachzuvollziehen und ggfs. zu überprüfen.
Wahrhaftigkeit Keine wissentlich falschen Angaben Erhobene Kennzahlen sollen (soweit technisch möglich) ein reales Abbild der Wirklichkeit darstellen.
Willkürfreiheit Annahmen im JA subjektiv überprüfbar Der Kunde ist Herr des Verfahrens. Er soll es jederzeit überprüfen können. Kennzahlen müssen definiert und vergleichbar sein.
Vergleichbarkeit // Stetigkeit In einer zeitlichen Abfolge sollen JA vergleichbar sein: formelle & materielle Stetigkeit Analysen der Kennzahlen in einer zeitlichen Abfolge (Periode) sollen aufeinander aufbauend und deren Erhebungsmethode konsistent sein.
Klarheit Eindeutige und klare Erfassung der JA-Positionen Eine für den Kunden eindeutige Erfassung der jeweiligen Kennzahlen
Vollständigkeit Sämtliche Sachverhalte sind zu erfassen Positive und negative Veränderungen, Updates, technische Innovationen sind vollständig zu erfassen und darzulegen.

Tabelle 1: Rahmengrundsätze aus Gräfer/Sorgenfrei; Rechnungslegung; nwb Verlag; 2. Auflage; Seite 32ff.

Es gibt vielfältige Werkzeuge, die es ermöglichen, die vorgenannten Grundsätze abzubilden. Sei es kommerzieller (und zumeist professioneller) Natur für Agenturen, Dienstleister und Unternehmen oder kostenlose Programme und Angebote für den (Privat-) Gebrauch. Wichtig bei der Anwendung ist eine konsistente Bedienung: die Erhebung definierter und immer gleich gewonnener Kennzahlen, Schaffung einer Vergleichbarkeit durch methodologisch identischer Erhebungsprozesse, grundsätzlich dies innerhalb des Erhebungszeitraumes zur Minimierung von Fehlern sowie eine transparente und vollständige Dokumentation.

Fazit Grundsätze ordnungsgemäßer Suchmaschinenoptimierung (GoSeo):

Zugegeben, dies sind die Grundlagen. Grundlagen zur transparenten und nachvollziehbaren Schaffung eines Ist-Zustandes. Noch ohne Zieldefinitionen (bis auf das Ziel der Schaffung einer breiten Datenbasis) und Festlegung der maßgeblich zu fördernden Keywords.

Aber ohne eine solche Analyse und somit der Schaffung einer breiten Datenbasis wird es schwerlich möglich sein, exakte Erfolgskriterien zu formulieren und den Kunden auf dem Weg zu seinem Erfolg professionell zu begleiten.

Mehr zum Thema auf unserer SEO – Landingpage.

Patrick Belz

Über den Author: Patrick Belz

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